Diese Seite gehört zu Drecksjuniore (drecksjuniore.ch)
und zur gleichnamigen Android-App (ch.drecksjuniore.app).
Hier stehen die Standards, nach denen wir gegen sexuellen Missbrauch und
sexuelle Ausbeutung von Kindern (englisch CSAE) vorgehen: was
verboten ist, wie man es meldet und was danach geschieht. Sie gelten für
alle Mitglieder, überall, ohne Ausnahme.
1. Null Toleranz
Auf dieser Seite und in dieser App sind ausnahmslos verboten:
- Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern (CSAM) in jeder Form — fotografiert, gezeichnet, montiert oder von einer Software erzeugt.
- Jede sexualisierte Darstellung von Minderjährigen, auch wenn das einzelne Bild für sich harmlos wirkt und erst der Zusammenhang es sexualisiert.
- Anbahnung (Grooming) und Erpressung mit Aufnahmen (Sextortion) sowie das Anbieten, Suchen, Weitergeben oder Verlinken solchen Materials.
- Jede Verabredung zu sexuellen Handlungen mit Minderjährigen und jede Werbung dafür.
Das gilt unabhängig davon, wer es hochlädt, ob es als Scherz gemeint war und obwohl diese Seite geschlossen ist. Wer so etwas hochlädt, verliert sein Konto und wird angezeigt.
2. Warum hier kein Fremder an ein Kind herankommt
Drecksjuniore ist keine offene Plattform, sondern die private Seite eines Freundeskreises. Das ist der wirksamste Teil unseres Schutzes, und er steckt im Aufbau der Seite selbst:
- Es gibt keine Selbstregistrierung. Ein Konto entsteht nur über eine persönliche Einladung, die eine Administratorin oder ein Administrator an eine namentlich bekannte Person verschickt. Danach muss die E-Mail-Adresse bestätigt werden; bis dahin bleibt die Seite gesperrt.
- Eingeladen werden ausschliesslich Erwachsene. Die Gruppe besteht aus Freundinnen und Freunden, die einander persönlich kennen. Die App richtet sich nicht an Kinder, wirbt nicht um sie und hat keine Funktion, die für sie gedacht wäre.
- Es gibt keinen öffentlichen Bereich. Wer nicht angemeldet ist, sieht ausser der Anmeldemaske und den rechtlichen Seiten nichts. Fotos und Videos sind auch über einen direkten Link nicht abrufbar, und Suchmaschinen sind ausgeschlossen.
- Fremde können niemanden ansprechen. Es gibt keine Suche nach Personen, keine Kontaktanfragen und keine privaten Nachrichten. Geschrieben wird ausschliesslich in Kommentaren zu den Events der eigenen Gruppe.
3. So meldest du etwas
Schreib eine E-Mail an ulitschos@proton.me mit dem Betreff Kinderschutz. Der Weg steht in der App unter Einstellungen und auf der Anmeldeseite. Ein Konto brauchst du dafür nicht — diese Seite ist ohne Anmeldung erreichbar, melden kann also auch, wer nicht zur Gruppe gehört.
Hinein gehört, so viel du hast:
- wo es steht — der Link zum Event, zum Foto oder zum Kommentar,
- worum es geht, in einem Satz,
- wann du es gesehen hast.
Lade verdächtiges Material nicht herunter, kopiere es nicht und leite es nicht weiter — auch nicht als Beweis. Der Link genügt; alles Weitere machen wir und, wo nötig, die Behörden.
Bei akuter Gefahr für ein Kind rufst du zuerst die Polizei — in der Schweiz 117, im übrigen Europa 112 — und meldest es uns danach.
4. Was nach einer Meldung geschieht
- Wir sehen es uns sofort an. In der Regel innerhalb von 24 Stunden, spätestens innerhalb von 72. Du bekommst eine Bestätigung, dass die Meldung angekommen ist.
- Der Inhalt wird entfernt. Administratorinnen und Administratoren können jedes Foto, jedes Video und jeden Kommentar löschen, gleich wer sie hochgeladen hat.
- Das Konto wird gelöscht. Damit ist auch die Einladung verbraucht, über die es entstanden ist — sie öffnet keine zweite Tür.
- Wir zeigen es an. In der Schweiz beim fedpol über cybercrime.admin.ch, und wo es einschlägig ist zusätzlich beim NCMEC über report.cybertip.org.
- Wir bewahren solches Material nicht auf und geben es an niemanden weiter. Verlangt eine Behörde die Sicherung, geschieht das auf ihre Anweisung und nur ihr gegenüber.
Rückgängig gemacht wird davon nichts: Gelöschtes bleibt gelöscht, und ein wegen CSAE gesperrtes Konto wird nicht wieder geöffnet.
5. Gesetze
Wir halten uns an das Schweizer Strafrecht, insbesondere an Artikel 197 StGB, und arbeiten mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen; deren Anordnungen befolgen wir. Für Mitglieder ausserhalb der Schweiz gelten zusätzlich die Gesetze ihres Landes. Dazu kommt die Richtlinie Sicherheitsstandards zum Schutz von Kindern von Google Play, die wir mit dieser Seite erfüllen.
6. Ansprechpartner
Zuständig — für Meldungen aus der Gruppe, für Google und für Behörden — ist Ulysse Binggeli, Brandschenkestrasse 74, 8002 Zürich, E-Mail ulitschos@proton.me. Antwort kommt innerhalb von 72 Stunden.
7. Überprüfung dieser Standards
Wir sehen sie mindestens einmal im Jahr durch und ausserdem nach jedem Vorfall. Das Datum oben zeigt den Stand; ändert sich etwas Wesentliches, sagen wir es über eine Ankündigung auf der Seite.
Siehe auch: Datenschutzerklärung · Konto und Daten löschen